Bringt das was?

Heute waren wir in Kopenhagen per #greenkayak in unterwegs: Kajak fahren und Müll einsammeln, dafür ist die Kajak-Ausleihe gratis. So eine typisch dänische Idee. Einfach machen.
"Einfach machen" ist oft nicht gut
Einfach machen ist sonst so eine Floskel, bei der ich Bauchschmerzen bekomme. Denn meist kommt die von Menschen, die "einfach Geschäft machen" oder "einfach Geld machen" wollen. Aber hier ist das anders: Eine nachhaltige Idee, naheliegend, relativ einfach umzusetzen - und wenn sie nicht klappt, auch einfach zu beenden.
Greenkayak
Wir, ein Kind und ich, jedenfalls schipperten per #greenkayak durch das Wasser und wurden zwei Mal nass. Nass von oben, durch ziemlich heftige Schauer. Der Gegenwind war auch nicht ohne. Riesig Spaß gemacht hat es, unsere Müll-Ausbeute war auch passabel. Lediglich ein mühsam aufgelesener Wasserball mit einem darauf geschriebenen Mädchennamen wurde dann wieder vom Wind davongetragen, als wir kurz nicht aufpassten. Gelernt: Nächstes Mal Luft ablassen.
Bringt doch nichts!
Die Kommentare vieler anderer dazu kann ich mir gut vorstellen: Nette Idee, aber naiv. Bringt doch nichts, das bisschen Müll, was aufgelesen wird. So viel Aufwand dafür! Und außerdem: Ein Markteingriff in den Kajakvermietmarkt! Und und und.
Bringt doch was!
Wie schön, dass diese tolle Idee sich trotzdem aus Dänemark bis nach Deutschland etablieren konnte. Nicht nur das Paddeln macht Spaß, die Sensibilisierung für den Müll im Wasser hat bei uns schon einiges an Umdenken veranlasst. Also: Einige deutsche Städte haben bereits #greenkayak. Probiert es aus! In diesem Fall also wirklich: Einfach machen.
